Haarausfall bei Frauen

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Haarausfall betrifft nicht nur Männer – auch viele Frauen sind im Laufe ihres Lebens davon betroffen. Bei Frauen zeigt sich der Haarverlust häufig diffus, insbesondere im Bereich des Mittelscheitels. Dort können die Haare mit der Zeit dünner erscheinen (Miniaturisierung), gelegentlich bis hin zu sichtbaren lichten Stellen. Im Vergleich zu Männern tritt ein hormonell oder genetisch bedingter Haarausfall bei Frauen etwas seltener auf.

Der Haarausfall kann für viele Frauen eine starke psychische Belastung darstellen. In der öffentlichen Wahrnehmung ist Haarausfall bei Männern oft gesellschaftlich akzeptierter, während Frauen sich dadurch mitunter in ihrem Selbstbild beeinträchtigt fühlen. Das äußere Erscheinungsbild, einschließlich der Haare, ist für viele Menschen ein Teil ihres individuellen Wohlbefindens. Manche Betroffene ziehen sich zurück oder berichten über emotionale Belastung im Alltag.

Mögliche Ursachen von Haarausfall bei Frauen

Der Haarverlust kann bei Frauen viele verschiedene Auslöser haben. Diese sollten im Rahmen einer ärztlichen Abklärung individuell ermittelt werden, um gegebenenfalls gezielte medizinische Maßnahmen oder Empfehlungen zur allgemeinen Unterstützung der Haargesundheit zu erhalten. Ist die Ursache identifiziert, kann je nach Situation auch über weitere Optionen zur ästhetischen oder kosmetischen Unterstützung nachgedacht werden.

Im Folgenden sind einige mögliche Ursachen aufgeführt, die je nach individueller Veranlagung oder Lebenssituation eine Rolle spielen können:

  • Stress
  • Hormonelle Störungen (Umstellung der Hormonspiegel)
  • Schwangerschaft
  • Wechseljahre, Menopause
  • Kopfhauterkrankungen oder -störungen
  • Schilddrüsenstörungen (Hypothyreose oder Hyperthyreose)
  • PolycystischesOvarsyndrom (PCO-Syndrom)
  • Erblich bedingte Veranlagung
  • Orale Kontrazeptiva (typischerweise bei Frauen mit genetischer Veranlagung) oder Hormonbehandlungen
  • Hohes Fieber
  • Traumatischer emotionaler Schock
  • Strenge Diäten, Fehlernährung (Mangel an Proteinen, Vitaminen, Spurenelementen, Mineralien – insbesondere Eisen)
  • Anämie
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  • Mehrere Krankheiten (z.B. Diabetes, Ekzem, Dermatitis oder weitere Hauterkrankungen)
  • Chronische Erkrankungen
  • Chemotherapie, Strahlentherapie
  • Medikamentöse Behandlungen – Antidepressiva, entzündungshemmende Mittel, anabole Steroide, Cholesterin senkende Tabletten, Blutdruck-Medikamente,
  • Diuretika
  • orale Kontrazeptiva, antithrombotische Mittel
  • Verletzungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Pilz- oder bakterielle Infektionen (z.B. Tinea Capitis)
  • Aussetzung zu verschmutzter oder staubiger Umwelt
  • Übermäßige Reibung beim Kämmen oder Bürsten
  • Belastende Haarpflegemethoden (z.B. mit Gebrauch von Chemikalien)
  • Ungeeignete oder schlechte Haarpflege
  • Übermäßige Aussetzung zu UV-Strahlen, große Hitze (starkes Föhnen, Glätteisen)
  • Häufiger Kontakt mit Seewasser oder chlorhaltigem Wasser
  • Rauchen

Verlauf von Haarausfall bei Frauen nach Ludwig Skala

Die Ludwig-Haarausfallskala zeigt progressive Haarausfallmuster bei Frauen. Es definiert verschiedene gängige Arten von Haarausfallmustern, die mit weiblichem Haarausfall verbunden sind, und kann Ihnen dabei helfen, den Grad Ihres Haarausfalls zu bestimmen. Es ist nützlich für Diagnose- und Diskussionszwecke und kann Ihnen und Ihrem Arzt helfen, die nächsten Schritte zu bestimmen.

Typ 1 ist ein geringer Haarverlust sichtbar, der Verlauf ist mild: die kahlen Stellen können leicht kaschiert werden

Typ 2 ist der Mittelscheitel lichter und sichtbarer und

Typ 3 ist geprägt von starkem und umfangreichem Haarverlust und sehr dünnen Haaren im oberen Kopfbereich. Auch die Haarlinie ist stärker ausgedünnt als bei Typ 2.

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Welche Möglichkeiten gibt es für Frauen bei Haarausfall?

Auch bei Frauen mit Haarausfall stehen unterschiedliche Optionen zur Verfügung, je nach Ausprägung und Ursache des Haarverlustes. Zu den Möglichkeiten gehören unter anderem Haartransplantationen, Haarpigmentierung, Haarsysteme sowie Behandlungen wie PRP (Platelet-Rich Plasma) oder Mesotherapie, sofern die Haarwurzeln noch aktiv sind.

Wenn die Haarwurzeln in bestimmten Bereichen nicht mehr funktionstüchtig sind, kann eine Haartransplantation in Betracht gezogen werden. Die dabei eingesetzten Techniken entsprechen grundsätzlich denen, die auch bei Männern zur Anwendung kommen. Da viele Frauen ihr Haar länger tragen, lassen sich Entnahme- und Behandlungsbereiche in manchen Fällen leichter kaschieren.

Bei einer Haartransplantation im Bereich der vorderen Haarlinie empfiehlt es sich, eine spezialisierte ärztliche Fachkraft mit Erfahrung im ästhetischen Design weiblicher Haarlinien zu konsultieren. Die Haarlinie unterscheidet sich in ihrer Form von der männlichen und spielt für das ästhetische Gesamtbild eine zentrale Rolle.

Eine individuelle ärztliche Beratung ist in jedem Fall empfehlenswert, um die geeignete Behandlungsoption zu wählen und mögliche Ursachen des Haarausfalls abzuklären.

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