Platelet-Rich-Plasma-Verfahren (PRP)

PRP-Methode zur Behandlung von Haarausfall

Die PRP-Methode (Eigenbluttherapie) ist ein Verfahren aus dem Bereich der regenerativen Medizin. Sie basiert auf der Verwendung von thrombozytenreichem Plasma (PRP = Platelet Rich Plasma), das durch Zentrifugation aus dem körpereigenen Blut gewonnen wird. Dieses wird anschließend mittels feiner Injektionen in die Kopfhaut eingebracht.

Ziel der Anwendung ist es, die natürliche Umgebung der Haarwurzeln zu unterstützen. Die enthaltenen Bestandteile wie Blutplättchen, Wachstumsfaktoren und Proteine sind Teil physiologischer Heilungs- und Reparaturprozesse im Gewebe. Das Verfahren wird daher von manchen Ärztinnen und Ärzten ergänzend bei nicht-narbigem Haarausfall eingesetzt. Ein gesicherter Nachweis der Wirksamkeit im Sinne einer Heilung oder dauerhaften Umkehr des Haarausfalls liegt bislang nicht vor.

PRP Image

Ablauf

Zunächst werden etwa 10–20 ml Blut entnommen. Dieses wird in einer Zentrifuge aufbereitet, um das plättchenreiche Plasma zu isolieren. Das PRP wird anschließend gezielt in die betroffenen Areale der Kopfhaut injiziert. Dabei kann es zu leichten Schmerzen, Hautreizungen oder Schwellungen kommen.

Die Behandlung dauert etwa 30–45 Minuten und erfolgt ambulant. In Einzelfällen berichten Patientinnen und Patienten nach mehreren Wochen über kosmetische Veränderungen. Für eine längerfristige Anwendung wird häufig ein Behandlungsintervall von mehreren Sitzungen vorgeschlagen – typischerweise drei Anwendungen im Abstand von je einem Monat, anschließend ggf. eine Auffrischung alle 6–12 Monate.

Die Kosten pro Sitzung liegen – abhängig von Umfang und Anbieter – zwischen ca. 200 und 1000 Euro. Einige Anbieter bieten Paketpreise an, die individuell vereinbart werden.

Für wen ist PRP geeignet?

Da ausschließlich körpereigenes Material verwendet wird, gilt die Methode als gut verträglich. Dennoch ist die Eignung im Einzelfall durch eine ärztliche Voruntersuchung zu klären. Besonders bei nicht-narbigem Haarausfall kann die PRP-Anwendung als unterstützende Maßnahme erwogen werden. Auch nach Haartransplantationen wird sie gelegentlich begleitend eingesetzt, um die postoperative Phase zu begleiten.

Weitere mögliche Anwendungsgebiete

In der ästhetischen Medizin wird PRP teilweise auch in anderen Körperregionen eingesetzt – etwa im Bereich von Gesicht, Dekolleté, Schwangerschaftsstreifen oder Aknenarben. Die Wirksamkeit dieser Anwendungen ist Gegenstand medizinischer Forschung.
Auch im Leistungssport wird PRP in bestimmten orthopädischen Indikationen verwendet. Einzelberichte prominenter Sportler ersetzen jedoch keine wissenschaftlich gesicherten Nachweise.

Wichtiger Hinweis:
Die PRP-Behandlung zählt zu den individuell zu bewertenden Therapieverfahren. Die Anwendung sollte ausschließlich nach ärztlicher Beratung erfolgen. Die Wirkung und Sicherheit sind nicht für alle Anwendungsbereiche abschließend belegt.

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