FUE – Methode

(Follicular Unit Extraction)

Manuelle FUE-Methode

Ablauf einer FUE-Haartransplantation – Schritt für Schritt

Die FUE-Haartransplantation (Follicular Unit Extraction) ist eine moderne, gewebeschonende Methode, bei der – im Gegensatz zur früheren FUT-Technik – keine Hautstreifen mehr entnommen werden. Stattdessen arbeitet der behandelnde Arzt mit einzelnen Haarfollikeleinheiten (Grafts), die besonders präzise und narbenschonend entnommen werden.

Im Folgenden finden Sie die einzelnen Schritte des FUE-Prozesses:

1. Punch Incision – Punktförmige Öffnung um den Haarfollikel

Zu Beginn werden die zu entnehmenden Haarwurzeln im sogenannten Donorbereich – meist am Hinterkopf, Nacken oder seitlichem Haarkranz – unter lokaler Betäubung vorbereitet.

Mit einer feinen Hohlnadel (Punch), die nur 0,6 bis 1,1 mm Durchmesser besitzt, löst der Arzt vorsichtig die Follikeleinheiten aus dem umgebenden Gewebe. Diese winzigen, kreisförmigen Öffnungen ermöglichen eine präzise Entnahme, ohne dass ein chirurgischer Hautschnitt nötig ist.

2. Graft Extraction – Entnahme der Haarfollikeleinheiten

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Nach dem Setzen der Punch-Inzision werden die einzelnen Haarwurzeln (Grafts), die jeweils aus bis zu vier Haaren bestehen können, behutsam aus dem Gewebe extrahiert.

Die punktuelle Entnahme sorgt dafür, dass nur minimale Spuren zurückbleiben, wodurch das Risiko sichtbarer Narben deutlich geringer ist als bei Methoden mit Hautstreifenentnahme

3. Graft Harvesting – Sammlung & Aufbereitung der Grafts

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Die entnommenen Grafts werden unmittelbar in einer speziellen Nährlösung zwischengelagert.

Die punktuelle Entnahme sorgt dafür, dass nur minimale Spuren zurückbleiben, wodurch das Risiko sichtbarer Narben deutlich geringer ist als bei Methoden mit Hautstreifenentnahme.

In dieser Phase:

  • Werden die Grafts auf Gesundheit und Qualität überprüft
  • Sorgfältig sortiert
  • Und für die Transplantation vorbereitet

Diese Aufbereitung ist entscheidend, um eine hohe Anwuchsrate der Haare zu gewährleisten und ein ästhetisch harmonisches Ergebnis zu erzielen.

4. Graft Implantation – Einsetzen der Haarwurzeln in die Empfangsbereiche

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Im nächsten Schritt erstellt der Arzt feine, präzise Einschnitte (Slits) im Empfängergebiet. Diese definieren:

  • Die spätere Wuchsrichtung
  • Die dichte
  • Und die natürliche Haarlinie

Anschließend werden die aufbereiteten Haarwurzeln mit einer Pinzette oder einer Injektionsnadel behutsam in die vorbereiteten Kanäle eingesetzt.

Da keine großflächigen Schnitte notwendig sind, empfinden viele Patientinnen und Patienten den Eingriff als gut verträglich, und die Nachbehandlung fällt meist unkompliziert aus.

FUE

Vorteile der FUE-Methode auf einen Blick

  • Minimal-invasive Technik ohne chirurgischen Hautschnitt
  • Geringes Risiko sichtbarer Narben, da nur einzelne Follikeleinheiten entnommen werden
  • Präzise und gewebeschonende Methode
  • Natürliche Ergebnisse, die sich im Verlauf weniger Monate entwickeln
  • Schnellere Erholung im Vergleich zur FUT-Technik
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FUE-Haartransplantation mit Mikromotor

Bei der FUE-Haartransplantation mit Mikromotor wird die Hohlnadel (Punch) nicht manuell geführt, sondern durch einen kleinen, motorisierten Handaufsatz angetrieben. Der Punch rotiert mit kontrollierter Geschwindigkeit und wird so gleichmäßig in die Kopfhaut eingeführt, um die einzelnen Haarfollikeleinheiten (Grafts) präzise zu lösen und zu entnehmen.

Ein wesentlicher Vorteil dieser Methode ist die Möglichkeit, eine große Anzahl an Grafts in kürzerer Zeit zu extrahieren. Je nach Haardichte und individuellen Voraussetzungen können auch mehrere tausend Grafts innerhalb einer einzigen Sitzung entnommen werden.

Vorteile der FUE-Methode mit Mikromotor

  • Schnellere Entnahme: Hohe Anzahl von Grafts in kürzerer Zeit – ideal bei größeren Sitzungen
  • Effizienter Arbeitsablauf: Der motorisierte Punch entlastet den Arzt körperlich und ermöglicht eine gleichmäßigere Arbeitsweise
  • Konstante Rotationsbewegung: Präzise und gleichmäßige Öffnungen, unabhängig von Ermüdung
  • Weit verbreitetes Verfahren: Moderne Mikromotor-Systeme sind in den meisten spezialisierten Kliniken Standard
  • Kurze Behandlungsdauer: Durch die Geschwindigkeit der Entnahme fallen Pausen und Gesamtdauer oft kürzer aus
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Mögliche Nachteile der Mikromotor-FUE

  • Geräuschentwicklung: Der Mikromotor erzeugt ein dauerhaftes, bohrerähnliches Geräusch, das für lärmempfindliche Personen unangenehm sein kann
  • Wärmeentwicklung: Die Rotation kann Wärme erzeugen, die bei unsachgemäßer Handhabung das Gewebe oder Grafts belasten kann
  • Mechanische Belastung: Zu hohe Rotationsgeschwindigkeit oder falscher Druck können zu Schäden oder einer Durchtrennung der Haarwurzeln führen
  • Risiko der Überentnahme: Da die Methode schneller ist, kann bei unerfahrenen Anwendern zu viel aus einem Donorbereich entnommen werden
  • Geringeres haptisches Feedback: Im Vergleich zur manuellen Methode spürt der Arzt weniger direkt, wie das Gewebe reagiert – Erfahrung ist entscheidend
  • Qualitätsunterschiede zwischen Anbietern: Die Methode ist leichter zu erlernen, was zu stärkeren Unterschieden in der Behandlungsqualität führen kann
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